Finanzierung Ihrer Investitionen

Klassische Unternehmensfinanzierung

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In diesem Beitrag soll es um die klassische Finanzierung von Investitionsvorhaben mit Ihrer Hausbank gehen. Ein guter Draht zu Ihrem Kreditinstitut und regelmäßige Gespräche und Informationen über Ihr Unternehmen, erleichtert der Hausbank Ihre Finanzierungsvorhaben einzuordnen und zu bewerten.

 

Bevor Sie den Weg zu Ihrer Hausbank antreten, sollten Sie sich kritisch die Frage stellen, was Sie mit Ihrer Investition erreichen wollen. Wir sprechen nicht von der Finanzierung allgemeiner Betriebsmittel, sondern von Investitionen, die das Unternehmen in die Lage versetzen soll nachvollziehbar zukünftige Gewinne aus der Investition zu ziehen. Ein Anbau an das Betriebsgebäude oder eine Anschaffung einer Maschine, weil die Zinsen gerade recht günstig sind, kann nicht dazu gehören. Für ein Unternehmen muss die konsequente Absicht, Gewinne zu erzielen, im Vordergrund stehen. Jede Investition benötigt auch eigenes Kapital, was die Liquidität schmälert. Deshalb ist entsprechende Sorgfalt und umsichtiger Umgang mit den liquiden Mitteln notwendig.

 

Die Aufstellung eines Finanz- und Investitionsplanes hilft, fehlgeleitete Investitionen zu verhindern. Zusätzlich enthält ein vollständiger Investitionsplan nicht nur den Finanzierungsbedarf Ihrer geplanten Investition, sondern eine ganzheitliche Betrachtung Ihres Unternehmens. Bei Anschaffung zusätzlicher Produktionsmaschinen, wird sich auch Ihr Einkauf von Rohstoffen, die Finanzierung von einem Lagerbestand oder offene Kundenforderungen verändern. Ein Anbau am Betriebsgebäude hat Einfluss auf Unterhalts- und Energiekosten. Sofern der zusätzliche Platz für eine Personalaufstockung notwendig ist, sind auch die zukünftig höheren Personalkosten zu berücksichtigen. All diese Dinge gehören in einen ganzheitlichen Finanzplan für das Unternehmen.

 

Steht der "Mini"-Businessplan für Ihr Vorhaben, sind alle Unterlagen und Berechnungen vorhanden, ist man versucht schnellstmöglich bei der Bank einen Termin zu vereinbaren. Warten Sie noch einen Augenblick, und prüfen Sie erst einen weiteren wichtigen Punkt.

 

Ihre Bonität - Ihr Verhandlungsspielraum

Es geht nicht darum überhaupt eine Finanzierung bewilligt zu bekommen. Sie sollten selbstbewusst zur Verhandlung mit Ihrer Bank antreten und sich und Ihre Leistung mit voller Überzeugung präsentieren. Dies geht leichter, wenn Sie wissen, wie es um Ihre Bonität bestellt ist. Verschaffen Sie sich erst einen Überblick darüber, wie Ihr Rating bei der Bank derzeit aussieht. Schon bei einer Ausfallwahrscheinlichkeit ab 1,5% sehen Banken ein überdurchschnittliches Risiko für sich, was zu höheren Zinsen oder zur vollständigen Absage führen kann.  Falls Sie nicht wissen, wie man hier vorgeht oder Sie schlicht keine Zeit für diese Vorbereitungen haben, sprechen Sie uns an. Wir unterstützen Sie dabei.

 

Die richtige Finanzierungsform

Wir kommen zu der Frage, welche Finanzierungsform die Richtige ist. Wenn Ihre Geschäfte gut laufen, denken Sie vielleicht daran die Laufzeit möglichst kurz zu halten. Der Gedanke ist, die Zins- und Tilgungsphase möglichst schnell hinter sich zu haben. Das funktioniert auch, solange die Geschäfte gut laufen. Ein solider Finanzierungsplan sollte jedoch auch die Aspekte berücksichtigen, dass sich die wirtschaftliche Situation des Unternehmens schnell ändern kann. Ein Grundsatz lautet hier: Anlagevermögen sollte langfristig finanziert werden, Umlaufvermögen kurzfristig. Die Nutzungsdauer der zu finanzierenden Investitionsgüter ist hierbei das Maß der Dinge. Gehen Sie von einer 10-jährigen Nutzungsdauer aus, sollte auch die Finanzierung auf diese Laufzeit ausgelegt sein. Im Idealfall mit über der gesamten Laufzeit festgelegten Zinsen. Sollte Ihnen der Zins auf die gesamte Laufzeit nominal zu viel sein, wäre eher an anderen Stellschrauben zu drehen. Das Verhältnis vom eingesetzten Eigenkapital zum Fremdkapital. Zusätzlich wäre auch zu prüfen, ob geeignete KFW-Förderprogramme zur Verfügung stehen, die mit genutzt werden können. Dieses zu prüfen ist immer Interesse des Unternehmers und muss von ihm oder einem unabhängigen Berater vorab erledigt werden, da die Interessen der Bank hier abweichen können.